London (20.06.2020) www.tenbagger-report.de Die Schlinge um Wirecard (WKN: 747206) zieht sich immer enger zusammen. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis alles kollabiert, obwohl die jetzt handelnden Personen alles in die Waagschale werfen, um mit einem blauen Auge aus vielleicht Deutschlands größtem Aktienskandal zu entkommen.

Enron-Kanzlei soll es jetzt richten

Hierfür greift die Wirecard noch mal tief in die Schatulle, oder sollen wir schreiben: leere Kassen? Das Unternehmen hat nach eigenen Aussagen die renommierte und international tätige Investmentbank Houlihan Lokey mandatiert. Houlihan Lokey soll nun gemeinsam mit Wirecard einen Plan zur nachhaltigen Finanzierungsstrategie des Unternehmens entwickeln.

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Damit hat sich die Gesellschaft die vielleicht renommierteste Kanzlei aus diesem Sektor ins Boot geholt. Houlihan Lokey ist beispielsweise für ihre Beratung in Insolvenzfällen bekannt und arbeitet auch als Restrukturierungsberater. Und saß beratend in den Gläubigerausschüssen der größten US-Bankrottfälle – Enron, General Motors und Lehman Brothers.

In Deutschland hat Houlihan Lokey Gläubiger bei der spektakulären Restrukturierung von Jack Wolfskin, Steinhoff und der Reederei Rickmers beraten.
Das Ende bei den Betrugsfällen in den USA ist bekannt und bei WDI werden wir es nicht mit einer normalen Restrukturierung zu tun haben. Ob die Mandatierung in diesem Fall ausreicht, um ohne 2019er Testat, mit einem wahrscheinlichen Milliardenbetrug und möglichen Luftbuchungen.

Houlihan Lokey kam bisher häufig zum Zuge, wenn es schon zu spät war. Ist es bei Wirecard auch schon zu spät?

Ungereimtheiten mit den Treuhandkonten sind allen seit Wochen bekannt
Nahezu skandalös müssen wir das Verhalten der oberen Wirecard-Etage bei dem Vorgehen der Treuhandkonten einstufen. Entweder waren die handelnden Personen in dem Betrug von Anfang an eingeweiht oder haben ihre nicht vorhandene Eignung für das Vorstandsmandat eines DAX-Konzerns exzellent bewiesen.
Wie der Business Inquierer berichtet, hat es die neuen Treuhandkonten der Treuhänders 2, die erst im Dezember 2019 eröffnet worden sein sollen, nie gegeben.

Wir können an dieser Stelle nur Vermutungen anstellen, was der tatsächliche Hintergrund ist, denn seit dem KPMG-Sonderprüfungsbericht hätten eigentlich in der Chefetage des Unternehmens alle Alarmglocken laut schrillen müssen Sie glauben das nicht? Dann schauen Sie sich einmal diese Auszüge aus dem Bericht von Ende April an. Diese dienten den großen Leerverkäufern aus Übersee als Einladung nahezu risikolos auf einen fallenden Kurs zu setzen.

Quelle. KPMG Sonderprüfungsbericht Wirecard vom 28.04.2020

Interessenskonflikt

Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Geschäftspartner halten Aktien des besprochenen Unternehmens. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Geschäftspartner können die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – kaufen oder veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.



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Von Tenbagger

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